offener Brief an den Regionalrat zur Sitzung am 22.03.2018

Die Dreiecksfläche ist kein Konverterstandort

 

Sehr geehrter Herr Petrauschke.

wir bitten den Regionalrat, an seiner bisherigen Bewertung festzuhalten und sich von Amprion nicht unter Druck setzen zu lassen.

Die Forderung, dass der Konyerter auf der Dreiecksfläche in Kaarst gebaut werden soII, zeugt von fehlender Weitsicht Amprions und mangelnder Solidarität der handelnden Personen in Osterath.

Der Konverter gehört ins Braunkohlenabbaugebiet.

Mit diesem Standort wären gleich zwei entscheidende Probleme gelöst:

 

  1. Weiter Abstand zu bebauten Wohngebieten, so dass jede Gefährdung der Bürger ausgeschlossen ist.

 

  1. Vorbeugender und abwehrender Brandschutz.
    Energietechnische Anlagen dieser Größenordnung müssen vor Feuer besonders geschützt werden. Dazu bedarf es einer Feuerwehr, die mit Geräten und Personal besonders ausgestattet ist. Diese ist bei den RWE-Kraftwerken im Braunkohlegebiet vorhanden und braucht dort nicht für den Konverter besonders eingerichtet zu werden.

 

Das von Osterath stets nachdrücklich eingeforderte Recht der Bürger auf Schutz vor gesundheitlichen Schäden gilt selbstverständlich auch für die Kaarster, die in unmittelbarer Nähe der DreiecksfIäche (Entfernung 300-500 m) wohnen. Das verbriefte Recht auf Unversehrtheit kann nicht von der Anzahl der Betroffenen abhängig gemacht werden.

 

Die Gesamtlänge der zu verlegenden Leitungen von Emden nach Phillipsburg beträgt ca. 900 km. Bei einem Konverterstandort im Braunkohlengebiet der in jeder Hinsicht ideal wäre, müssten lediglich 32 km Leitungen zusätzlich verlegt werden. Das Argument von Amprion, deswegen sei dieser Standort ungeeignet, ist nicht nachvollziehbar

 

Amprion hat sich durch frühzeitige Festlegung auf die für den Kiesabbau reservierte Dreiecksfläche in eine Position manövriert, die bereits zu erheblichen Zeitverzöqerungen geführt hat. Mit weiteren Verzögerungen durch Einwendungen und ggf. auch Klagen ist zu rechnen, wenn alternative Standorte nicht ausreichend geprüft werden (vgl. z.B. das Urteil des BVG vom 14.03.2018 zur Trassenführung durch Hürth)

 

Mit freundlichen Grüßen

Die Bürgerinitiative kein Doppelkonverter in Kaarst und Neuss

Schreiben_an_Regionalrat_zur_Sitzung_22-03-2018